Warum sollten wir vögel füttern?

Blaumeise, Meise, Futterhaus, Vogelfutter, Schnee

Was die Experten sagen

Führende Biologen und Ornithologen, wie Peter Berthold, empfehlen seit Jahren eine ganzjährige Fütterung von Wildvögeln, da diese - im Vergleich zu früher - nur noch wenig natürliches Futter finden. Gründe hierfür sind intensive landwirtschaftlich genutzte Flächen,  sterile Gärten, wenige wirklich naturbelassenen Flächen und der Einsatz von Pestiziden. Pestizide wirken sich im erheblichen Maße negativ aus, da diese viele der natürlichen Nahrungsquellen von Vögeln, wie z.B. Insekten und sogenanntes "Unkraut", abtöten.

Ist im Winter der Futtermangel durch beerenlose Sträucher und dem Wegbleiben von Insekten noch offensichtlich, wird der Mangel an Futter im Sommerhalbjahr durch oben genannte Faktoren und einem dazukommenden, erhöhten Energiebedarf durch die Brut- und Aufzuchtzeit, noch größer und die Zufütterung zu dieser Zeit mindestens genauso wichtig wie im Winter.

 

Der NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V. erklärt, dass das Füttern von Wildvögeln zum großen Teil nur den 10 - 15 Vogelarten zugutekommt, deren Bestände nicht gefährdet sind und somit nur wenige bedrohte Arten davon profitieren. Auch wenn man immerhin einen kleinen Teil für manche bedrohte Arten tut, so darf das Füttern nicht mit dem aktiven Naturschutz verwechselt werden. In diesem Zusammenhang sollte beispielsweise versucht werden den eigenen Garten naturnaher zu gestalten und/ oder Projekte zur Rettung des Lebensraumes von gefährdeten Wildvogelarten zu unterstützen.

Der NABU rät grundsätzlich nicht von der Vogelfütterung ab, sondern empfiehlt dieses als sinnvolle Maßnahme zur Unterstützung, mit dem positiven Effekt Wildvögel bei der Fütterung beobachten zu können.

 

Quellen:

P.Berthold, G. Mohr, Vögel füttern - aber richtig. Das ganze Jahr füttern, schützen und sicher bestimmen, 2017, 4. Auflage, Kosmos, Stuttgart

www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/00840.html - Aufgerufen am 11.07.2018, 9:59 Uhr

Unsere Empfehlung

Wir von Landvogel glauben daran, dass das Füttern von Vögeln - auch über das ganze Jahr gesehen - kein sinnloses Unterfangen ist. Es dient der Unterstützung bei der Nahrungssuche, zu einem kleinen Teil dem Schutz der Artenvielfalt und  bringt große Freude bei der Vogelbeobachtung im eigenen Garten.

Das Füttern der Vögel ist, bei der Unterstützung der Nahrungssuche, dem Artenschutz und der Vogelbeobachtung, die Sofort-Hilfe. Wer längerfristig etwas verändern möchte, dem empfehlen wir, seinen eigenen Garten vogelfreundlich und naturnah zu gestalten. Es können auch Projekte zum Erhalt bzw. zur Schaffung von Biotopen und naturbelassenen Flächen sowie Maßnahmen zur Reduktion von Pestiziden unterstützt werden. Dies kann man unter anderem über den NABU initiieren.

 

In unserem Shop finden Sie zu jedem Futter-Produkt eine Beschreibung, für welche Vögel und Zwecke das jeweilige Futter am besten geeignet ist. Zum Shop geht es hier.

Wie gestalten Sie Ihren Garten zu einem Vogelparadies?

Für einen naturnahen, vogelfreundlichen Garten gilt: Bitte nicht zu viel Ordnung! Vögel lieben die Unordnung, Gehölze und Gestrüpp - nicht nur um zu jagen, sondern auch um Schutz für sich und Ihre Nester zu suchen. Die meisten Vögel gehen in dicht bewachsene Büsche, Bäume und flächendeckende Pflanzen wie z.B. wilden Wein an einer Hauswand. Wenn Sie also die Möglichkeit und den nötigen Platz haben, pflanzen Sie Bäume, Hecken und Büsche in Ihren Garten oder lassen Sie z.B. wilden Wein an Ihrer Hauswand wachsen.

Eine gute Ergänzung bieten fruchttragende Pflanzen, wie z.B. Johannisbeeren und Himbeeren, die nicht nur den Vögeln schmecken, sondern auch den meisten Gartenbesitzern. Sträucher wie Weißdorn, Feuerdorn oder Sanddorn bieten ebenfalls  gute Nahrungs- und Unterschlupfmöglichkeiten für Vögel.

Viele Blüten locken Insekten an, die eine weitere, gute Futterquelle für Vögel darstellen. Es empfehlen sich bunte Blumenbeete mit Stauden wie Baldrian, Beinwell oder Kornblume. Im Optimalfall gestalten Sie Ihren Garten so, dass vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein immer etwas blüht. Besonders schön ist auch eine kleine Wildblumenwiese, da diese vor Insekten nur so wimmelt.

Zusätzlich sollten Sie eine ausreichend große Vogeltränke, in der die Vögel auch mal ein Bad nehmen können, zur Verfügung stellen und für die Spatzen können Sie eine kleine Fläche mit Sand belassen in denen diese ihr Sandbad zur Reinigung von Parasiten vornehmen können.

 

Wenn Sie zudem gezielt etwas aus unserem Shop zufüttern, halten Sie die Vögel nicht davon ab die Insekten, Beeren oder Samen zu essen, sondern stellen ein reichhaltiges Futterangebot für eine möglichst große Anzahl von Vogelarten bereit, die gerne in Ihren Garten kommen um dort Nahrung zu finden oder um sich dort sogar einzunisten. Darüberhinaus können Sie gerne auch den ein oder anderen Nistkasten aufhängen.

 

Quelle: H. Hofmann, Gartenparadies für Vögel - Bed & Breakfast für gefiederte Gäste, 2017, 1. Auflage, Gräfe und Unzer Verlag, München.

Unser Engagement

Um unseren Teil zum langfristigen Naturschutz und zur Erhaltung der verschiedenen Vogelarten beizutragen, bieten wir Ihnen nicht nur unser hochwertiges und zu 100 % natürliches Vogelfutter vom Volksdorfer Wochenmarkt an, sondern spenden auch 5 % von jeder Bestellung aus unserem Online-Shop an aktuelle Natur- und Artenschutzprojekte.

Um welche Projekte es sich handelt, können Sie hier nachlesen.